Das war ein Kraftakt in Niederwürzbach


Das war ein Kraftakt in Niederwürzbach

Vom alten Standort an der Feuerwehr wurde die knapp zehn Tonnen schwere Grubenlok mit ihren zwei Loren an ihren neuen Standort an der Kreuzung Kirkeler-/Marxstraße versetzt. Der Blick in die Vergangenheit als Bergmannsdorf soll gewahrt werden.

Bei der Umsetzung der Lok, von vielen Bürgern verfolgt, blickte Ortsvorsteherin Petra Linz im Gespräch mit unserer Zeitung zurück. „Mit dem Aufstellen der Grubenlok an der Kreuzung „Schinnhohl“, heute Marx- und Kirkeler Straße, wird die Geschichte unseres Dorfes wieder plastisch begreifbar. Die Kirkeler Straße war einst die Haupt- und alte Handelsstraße aus dem Gau, von Biesingen kommend, quer durch das Würzbachtal und Tiefental und erreichte schließlich bei Kirkel die Kaiserstraße. An diesem Handelsweg entstanden die ältesten Ortsteile „Eck“ und „Flur“. Wie eine Karte des Jahres 1783 zeigt, standen die Häuser entlang der Kirkeler- und Biesinger Straße. Hier wurde auch 1738 bis 1742 die erste Kirche als Hubertus-Kapelle errichtet, die heutige Heiliggeistkirche. Die Kirkeler Straße zählte einst zwölf Geschäfte und Handwerksbetriebe“, wusste Petra Linz. „Die Kinder des Dorfes wurden und werden bis heute in Gebäuden an der Kirkeler Straße unterrichtet: 1876/77 entstand das Schulhaus an der Schulbrücke, 1902 kam das Mädchenschulhaus, das spätere Bürgermeisteramt, heute Haus der Musik, hinzu. 1933 wurde ein 12 Säle zählendes Schulhaus erbaut und vor exakt 50 Jahren fand die Einweihung des heutigen Gebäudes, in dem die „Schule Am Würzbacher Weiher“ untergebracht ist, statt.“ Gegenüber der alten Kirche seien viele Jahre der Fest- und Dorfplatz und der Platz der dörflichen Dreschmaschine gewesen. „Mit dem Einsetzen der Industrialisierung fanden viele Würzbacher als Bergleute sowie Stahl- und Industriearbeiter Beschäftigung. Nach der Schicht wurde auf dem Feld gearbeitet und Ziegen, die so genannte Bergmannskuh gehalten. Die Bergleute waren lange die größte Berufsgruppe in Niederwürzbach, in den 60er Jahren waren noch 327 Personen im Bergbau beschäftigt. Bergleute waren es auch, die 1931 die „Lourdes-Grotte“ als Marienwallfahrtsstätte errichteten. So schließt sich der Kreis“, stellte Linz fest. Das Aufstellen der Grubenlok mit ihren beiden Loren eröffne am neuen Platz den Blick in die Entstehungsgeschichte des Dorfes, sie sei Denkmal und Wegweiser zur „Lourdes-Grotte“, führe Einheimische und Besucher als Wallfahrer, Wanderer oder Radfahrer zur Erholung in den heimischen Wald. Mit einem Spezialfahrzeug der Webenheimer Firma Sonn waren Arbeiter drei Stunden damit beschäftigt, die 9,66 Tonnen schwere Grubenlok und die Loren umzusetzen. „Die Lok ist eine Ruhrthaler Vollsicht, sie wurde 1955 für die Saarbergwerke gebaut und war zuletzt auf der Grube Ensdorf im Einsatz“, erklärte Harald Pauly. „Da es in Deutschland nur noch eine Handvoll davon gibt, zeigte ein Museum starkes Interesse. Doch die auf Initiative von Hans Stemmler besorgte Lok soll bleiben und bei uns an die Bergmanns-Tradition erinnern.“ Der weiße Rostanstrich werde noch durch einen dreifarbigen Anstrich ersetzt und die Lok dann offiziell übergeben. (Text: Hans Hurth)

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